Samstag, 20. Juli 2013

Rom!

Man sollte ja viel öfter die Stadt verlassen. Oder das Dorf. Also halt den Ort, an dem man wohnt. Zumindest mich treibt dieses Jahr das Fernweh. Dazu muss man ja nicht gleich ans andere Ende der Welt. Hamburg, Berlin, Wien und Amsterdam haben es auch schon getan. Und was ich jetzt auch weiß: alleine verreisen rockt.

Die letzten Tage war ich all by myself (an dieser Stelle entschuldige ich mich für den Ohrwurm) in Rom unterwegs. Zum ersten Mal Rom, zum ersten Mal mehrere Tage alleine weg. Und es war TOLL! Deshalb hier meine Top 5 Gründe, warum man auch mal alleine los sollte.




5. Raus aus der Komfortzone
Wo fährt am Flughafen der Bus Richtung Stadt? Hat die Rezeption wohl noch offen, obwohl ich eine halbe Stunde später dran bin als gedacht? Wie komme ich vom Hotel ins Zentrum? Wieso steht diese Straße nicht auf der Karte? Und warum spricht hier niemand Englisch? Um alles muss man sich selber kümmern - und das ist erstmal nicht grundsätzlich schön. Aber natürlich schafft man es trotzdem. Und setzt sich dann abends zufrieden grinsend mit einem Bier an den Fluss. Alleine. Und es fühlt sich toll an! 

 
Sonne, Bier und Wasser. Mehr braucht's nicht.
4. Man muss sich nicht in dämliche Posen werfen
Touristen sind ja noch so ein Thema für sich. Aber was ich, während ich entspannt an allerlei Ecken rumsaß, feststellte: was einen Stress die sich alle mit ihren Urlaubsfotos machen! Oh, ein Brunnen. Schmeiß ich mich mal in Pose! Haare zurück, Brüste raus, ein Bein keck nach hinten abwinkeln, Hand an die Hüfte, breit grinsen. Gleichgewicht halten, bloß nicht schwitzen, und wo lass ich meine Handtasche? Pärchen fotografieren sich zusammen auch gerne am ausgestreckten Arm und wundern sich dann, dass nur ihre riesigen Köpfe, nicht aber die tolle Aussicht auf dem Foto zu sehen sind. Und ist das Bild im Kasten, erlischt das breite Lächeln auch schon wieder. Ist ja schließlich Arbeit, das alles. Und man muss schnell weiter zum nächsten Brunnen. Das nächste Foto machen. Puh.

Dieser Tourist hat zu lange geposed.

3. Man muss auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen
Mir doch egal, was man alles gesehen haben MUSS. Oder sich bei Museum X am besten schon um 8 anstellt, damit man auch was zu sehen bekommt. Oder ob bei anderen Leuten mittags um eins der Magen knurrt. Anderen tun die Füße weh? So ein Pech, meinen gehts gut. Dafür ist es mir grade einfach zu warm, um mich in die nächste Warteschlange zu stellen. Ehrlich gesagt macht mir diese Hitze sogar richtig schlechte Laune. Und: Es. Ist. Völlig. Egal. 

Zu heiß? Einfach rumhängen und schlafen. Hilft!


2. Man ist zeitlich flexibel
Okay, ergibt sich irgendwie auch aus dem vorherigen Punkt. Gerade eine Stunde bei schönster Aussicht gesessen und nach 500 Metern ist schon wieder Schluß mit der Motivation, weiterzulaufen? Die Bank da vorne sieht doch einladend aus und zu gucken gibt es von da aus auch genug. Und eigentlich wollte ich heute ja noch ins Museum, aber jetzt ist die Schlange so lang und die Leute da stinken und haben hässliche Füße, auf die ich dann zwei Stunden starren muss. Och nö. Mach ich morgen früh, vielleicht ist es dann leerer.

Aussicht genießen. Stundenlang.


1. Man kriegt den Kopf frei
Egal, ob im Leben grade viel los ist oder nicht, über irgendwas macht man sich ja immer Gedanken. Und so richtig Zeit, die zu sortieren, hat man dann ja eher selten. Immer ist da jemand, der unterhalten werden will oder ein Plan, der abgearbeitet werden muss. Ist man alleine unterwegs, hat man nur sich selbst zum reden. Und arbeitet sich dann durch so allerlei Themen, über die man schon länger mal ausführlich nachdenken wollte. 

Ich hab mich jedenfalls nicht eine Minute alleine gefühlt (bin aber auch quasi an jeder Ecke mit Leuten ins Gespräch gekommen, wenn ich wollte), bin gut sortiert zurück und werde das auf jeden Fall mal wiederholen.

Ein bißchen mehr zu Rom an sich gibt es dann bald!

Mittwoch, 10. Juli 2013

Wien


Man muss bekannte Städte ja auch mal aus einem anderen Blickwinkel sehen. Familie besuchen geht immer, aber schon mal mit 4 Nerds nach Wien gefahren? Kann ich jetzt auf meiner langen To-Do-Liste auch abhaken.

Los geht’s Freitagabend. Im Zug gondel ich mit Nerd #1 Richtung Flughafen. Erklärtes Ziel dieser Reise: Österreich erretten und das kleine Land annektieren. Ah ja. Was man dazu unbedingt braucht: einen vernünftigen Pegel. Also fließt der erste halbe Liter Bier schon im Zug den Hals runter. Im Flugzeug dann erwartet stilvoll klassische Musik, man reicht dazu Weißwein und Salzgebäck.

Schon leicht einen im Schlappen, erreichen wir gegen 22.30 Uhr endlich das erste Etappenziel im 2. Bezirk. Dort werden wir (wie könnte es anders sein) mit Bier erwartet. Prost. Nerds #2-4 trudeln auch ein und haben sich ihrerseits bereits ebenfalls etwas eingepegelt. Dann mal los in den 1. Bezirk, Kopfsteinpflaster und alte Gebäude sind erstmal unwichtig, es gibt eine Mission zu erfüllen. Und Pläne schmiedet man nicht in Touristenzentren, sondern in altehrwürdigen Gewölbekellern mit großen Gläsern voll (ihr ahnt es) Bier. Dazu wird selbstgebranntes gereicht. Es schmeckt. 


Als es wieder hell wird, steht der Plan für die freundliche Übernahme, aber leider hat unsere Reisegruppe nicht bedacht, dass es dazu eines wachen Geistes und eines (wenigstens rudimentär) gebrauchsfähigen Körpers bedarf. Schlaf ist also unabdingbar.

Die Sonne steht daher schon wieder hoch am Himmel, als wir uns erneut versammeln, um dem Plan Taten folgen zu lassen. Aber wozu der Stress, erstmal ein Bütterken und dazu ein kleines Bier, hier getarnt unter dem putzigen Namen „Pfiff“. 


Nebenan wird dann noch schnell die Marschverpflegung für den Tag besorgt. Mit Weißweinschorle und Energy Drinks marschieren wir los und schauen uns erstmal an, wie die Vorväter das mit dem Krieg so geregelt haben. Man muss sich ja auch informieren und will keine Fehler wiederholen. 


Während die Nerds das mal eruieren, hoffe ich inständig, nicht besoffen ins Museum zu kotzen (wie damals in der Heimatstadt, oben auf den Treppenabsatz, aber das ist eine andere Geschichte) und liebäugel gerade mit der Idee, mir einen der rumstehenden Panzer für eine kleine Spritztour auszuleihen, als es auch schon weiter geht. Ab auf den Berg. Das Land inspizieren. 


„Und das, mein Sohn, wird alles irgendwann dein sein!“ höre ich noch, als man mich auch schon wieder almabwärts treibt, runter in die Stadt, wo die Schnitzel warten. Und das Bier natürlich. Und der neue Plan. Wir gehen einen anderen Weg – wir essen den Ösis einfach das Hirn weg! Mein Vegetarierherz übergibt sich mehrmals, aber den Nerds scheint es zu schmecken. Sind ja auch im Blutrausch.

Doch das Land scheint sich zu wehren. Am nächsten Morgen wache ich gezeichnet mit schlimmsten Blutergüssen am ganzen Körper auf und kann nur kapitulieren. Vorerst. Dann also doch noch das Touriprogramm. Und die Erkenntnis, dass Wien mit Nerds auch sehr gut geht. 



Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Montag, 1. Juli 2013

With a little help from my friends - Der feine Herr Weise will nach New York

Tja, jetzt ist mein sportlich ambitioniertes Jahr 2013 ja irgendwie nicht so Recht in die Gänge gekommen. Strongman musste wegen privater Wirrungen ausfallen, der Firmenlauf wurde dick erkältet vom Sofa aus verfolgt und den Tauchschein hab ich auch noch nicht in der Tasche (der kommt aber definitiv noch).

Um das Sportthema nicht ganz aus den Augen zu verlieren, mich selbst dabei aber nicht kaputt zu machen, greife ich jetzt einfach zu anderen Maßnahmen. Und bitte an dieser Stelle darum, meinen früheren Kollegen, Supersportler und westfälischen Sympathieträger Stephan dabei zu unterstützen, seinen größten (sportlichen) Traum wahr werden zu lassen und ihn zum legendären New York Marathon zu schicken.


Der New York Marathon ist quasi der Paradelauf für alle "Marathonis" und nach 6 Marathons in Deutschland (SECHS!!! Wie bekloppt kann man sein? ;) ) und einer persönlichen Bestzeit von 3:14h möchte Stephan sich nun den großen Traum vom Lauf im Big Apple erfüllen.

Da ist er aber natürlich nicht der Einzige und die Teilnahme funktioniert nicht nach dem Prinzip "meld ich mich halt an, lauf ich da mal mit". Die Startplätze sind so begehrt, dass es fast unmöglich ist, einen zu ergattern. Wer kann es verübeln. Ich meine... New York!!!

Und da kommen wir dann jetzt auch mal zum Punkt dieses Posts: Das Tiger Balm Team schickt 4 engagierte Läufer nach New York. Gute Zeiten reichen da aber nicht - mitfliegen dürfen die, die bei facebook die meisten Stimmen sammeln. Und da kommt ihr ins Spiel: wenn ihr Stephan helfen möchtet, seinen Rang an der Spitze zu verteidigen (was ich übrigens jetzt schon Wahnsinn finde, Respekt für so viel Unterstützung! Aber ist ja auch ein Guter, der Stephan), dann folgt diesem Link zu facebook, liked die Seite und stimmt für Stephan ab. Sein Dank ist euch gewiss und ich freu mich ja eh immer, helfen zu können. Daher auch von mir schon mal Danke!

Stephan nimmt die Stimmen übrigens nicht ohne Gegenleistung entgegen. Klappt es mit dem Lauf, wird er gemeinsam mit seinen Sponsoren und Förderern eine Spendenaktion starten.

Und als zusätzlichen Anreiz hier noch ein bissken nackte Haut (mit Nippelpflaster. Sexy!)




(ich schreib das hier übrigens aus reiner Sympathie zu Stephan und hab weder mit dem Team zu tun noch sonst irgendwas davon ;) )