Montag, 25. Februar 2013

Mal spontan sein: Triggerfinger, FZW Dortmund, 24.02.2013

Ginge es nach dem Kerl, wären wir dieser Band schon nach Zürich hinterher gereist. Die Wahrheit ist, dass zuerst die Reise stand, dann nach einem guten Konzert vor Ort gesucht wurde und sich dann heraus stellte, dass besagte Band nur wenige Tage, bevor wir der Stadt die Ehre erwiesen, in Zürich aufspielten. Nun denn.

Nach einem Nachmittag in der Kletterhalle, erstaunlicher Weise ohne neue Blutergüsse an den Knien oder anderweitig geschundene Körperteile, stellte sich die Frage, wie der weitere Abend zu verbringen wäre. Miss James, Partnerin in crime an der Kletterwand, erzählte uns, dass sie abends noch ins FZW "müsste". Gewonnene Konzertkarten legten ihr diese Bürde auf. Also nicht lange überlegt, schnell zu Hause frisch gemacht und ab nach Dortmund. Karten gab es auch noch, prima. Die Vorband spielte schon, noch nie was von gehört außer eine halbe Stunde zuvor ein kurzes Youtube Video. Ich war schwer überrascht. Hong Kong Dong sind angenehm schräg, schrecken nicht vor Lack-Lederjacken zurück und bieten grade so viel Elektro, wie ich noch ertragen kann, gemischt mit Gitarre und Schlagzeug. Die Sängerin wurde spontan zu meinem neuen Girlcrush.


In der Umbaupause dann genug Zeit, um sich das Publikum anzuschauen. Der Verdacht lag nahe, dass viele der Anwesenden durch den einen großen Chart-Erfolg im vergangenen Sommer angelockt wurden, jedoch nicht wirklich Bescheid wussten über die Musik, die sie heute erwartete. Wetten wurden abgeschlossen, wer kurz nach Konzertbeginn die Halle verlassen würde. Und im Laufe des Abends bestätigten sich dann auch einige dieser Vermutungen. Großer Spaß!

Dann Triggerfinger. Ich selber bin ohne große Erwartungen zu diesem Konzert gegangen und ich muss sagen, dass die Band mir live schon echt Spaß gemacht hat. Genau das richtige für einen Sonntag Abend zum Ausklang des Wochenendes. Nur als der große Hit dann in der Zugabe kam, musste ich mich beschämt wegdrehen. Zu viele Fangirls. Dabei machen die doch noch viel bessere Cover!


Danke, Gesa, für die Erinnerung und allen Anwesenden für den schönen Abend! Es war mir eine Freude.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Hamwa auch wieder Wetter, wa?

Und dann steht einem bei Facebook plötzlich der beste Freund aus Abizeiten gegenüber, den man irgendwann aus den Augen verloren hat. Wie das passieren konnte, ist mir nach wie vor schleierhaft, aber in solchen Momenten könnte ich den Herrn Zuckerberg doch mal ein bißchen knutschen. Aber nur ein ganz kleines bißchen.

Ansonsten so... Ist heute wieder großes Theater, da es doch tatsächlich wieder etwas schneit. Im Februar. Also Winter. Wie konnte das nur passieren? Manche Wetterphänomene nerven mich ja auch (alles oberhalb der 25 Grad Marke z.B., erst Recht wenn es dabei schwül ist und ich mehr machen muss als in Wassernähe rumzudümpeln), aber ich verstehe trotzdem nicht, warum sich manche Leute wirklich konstant über das Wetter beschweren. Das fing schon heute früh beim tanken an ("Schnee?? Der war aber nicht angekündigt!" Tankstellenmann: "Tja, machse nix, ne?"), setzte sich im Radio fort und im Büro ging das Gezeter weiter. Jetzt scheint die Sonne, aber das ist natürlich auch wieder falsch, denn dann kann man ja gar nix mehr sehen, das blendet doch alles so...
Naja, ob es besser ist, sich über die Menschen aufzuregen, die sich übers Wetter aufregen, ist vielleicht auch fraglich. Aber eins noch: Wie kann man von sich behaupten, dass man ein Naturfreund ist und da draußen doch alles so schön und toll ist, wenn man sich dann über etwas Schnee und Regen ärgert?

Ach wie auch immer. Ich bin gar nicht so schlecht drauf, wie das hier grade so rüber kommt. Musste nur meine Mittagspause füllen. Und die ist jetzt vorbei. Also zurück anne Schüppe und euch einen schönen Tag! Heute ist kleiner Freitag, das Wochenende winkt schon!

Sonntag, 17. Februar 2013

Hey, 2013!

Wir kennen uns noch nicht so lange, aber du machst es mir echt nicht leicht, dich zu mögen. Schon als wir uns getroffen haben, hast du mich krank und nass im kalten Wind stehen lassen. Als ich danach tagelang mit hohem Fieber flach lag, hast du nicht gefragt, was du mir mal gutes tun kannst. Stattdessen 4 schwer Kranke und ein Todesfall. Aber meine Güte, es ist halt Winter, da gehen Viren um, und die schlimmer kranken musste ja schon dein Vorgänger auf seine Kappe nehmen. Was kannst du also dafür?
Dass letzte Woche mein Auto kaputt ging, war bestimmt nur auch ein netter Hinweis von dir, doch mal wieder mehr unter Menschen zu gehen. Bahnfahren ist da doch ein probates Mittel. Dass die Bahn dann am kältesten Morgen der letzten Woche eine halbe Stunde zu spät kommt, was ich auf dieser Linie bisher nie erlebt hab - geschenkt! Und dass dieser Mister Wichtig Berufspendler sich am gar nicht mal so vollen Bahnsteig direkt vor mich stellt, ganz klar in MEINEN Tanzbereich, und mich dann krachend ANFURZT... Kein Thema!
Klar, die Reperatur des Autos wird wohl so teuer, dass ich einen Monat fast nur dafür arbeiten werde, aber so what, ich arbeite doch gerne und dass Autos teuer sind, ist doch kein Geheimnis!
Danke, dass du heute mal wieder die Sonne hast raus kommen lassen! Wirklich schön, dass der Frühling endlich zu kommen scheint - lass uns doch draußen treffen! Ich bin grad nur noch schnell unter die Dusche gesprungen. Natürlich wurde das Wasser nicht warm, aber danke für den versteckten Hinweis, dass es Zeit wird, sich auf diverse kalte Wasserhindernisse im Mai vorzubereiten.
2013, du bist ein Arschloch. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich dir nicht noch eine zweite Chance geben würde. Also reiß dich verdammt noch mal zusammen und lass und das Beste aus den nächsten 317 gemeinsamen Tagen machen. Trennung ist eh keine Option. Ich widme dir dafür Ende Dezember auch einen fulminanten Jahresrückblick. Wir haben doch so viele Pläne... Deal?

Montag, 11. Februar 2013

Fernweh

Hiermit erkläre ich den Monat Februar offiziell zum Fernweh-Monat. Fernweh Februar also.
Der Weihnachts- oder Silvesterurlaub ist bereits in weite Ferne gerückt, das Ticket nach Hamburg im März schon in der Tasche, mit einem Auge studiere ich Unterkünfte in Amsterdam (ebenfalls März) und mit der Nase stecke ich tief im Reiseführer für den Sommerurlaub. Aber der Februar zieht sich. Da helfen auch volle und gut verplante Wochenenden nicht. Ich. Will. Weg. Langsam werde ich zappelig. Zur Ablenkung etwas Musik (die das Ganze aber nicht besser macht).


Dienstag, 5. Februar 2013

Sonntags gibts Pudding

Jetzt hab ich ja ein sportlich ziemlich ambitioniertes Jahr vor mir. Um mich auf den großen Lauf im Mai möglichst abwechslungsreich vorzubereiten, schaue ich neben Fitnessstudio und Laufstrecke (die mich, ich bin ehrlich, länger nicht gesehen hat) gerne auch noch nach links und rechts, was denn da noch so spaßiges zu machen ist.

In der Kletterhalle Bergwerk in Dortmund war ich ja bereits im Oktober schon. Damals zum bouldern. Jetzt wollte ich aber gerne auch mal das Klettern mit Sicherungsseil und in größeren Höhen ausprobieren und startete daher bei den Blogowskis einen Aufruf, ob sich nicht jemand fände, der mich bei diesem Vorhaben unterstützen würde.

Miss James ließ sich nicht lange bitten, und so ging es dann am vergangenen Sonntag Nachmittag zum Schnupperklettern. Zu schnuppern gab es höchstens die Ausdünstungen der vielen anderen Menschen, ansonsten strengten wir eher Arme und Beine an, als unsere Nasen.

Das man sich mit Kindern nicht messen darf, stellten wir sehr schnell fest, als das jüngste Mitglied unserer Gruppe in null komma nix die Wände hoch kletterte. Aber auch wir "Großen" stellten uns für's erste Mal gut an und machten schnell Bekanntschaft mit unseren Muskeln. Gestatten: Armpudding. Der wurde mir bald zum Verhängnis, denn während mir die Höhe wenig ausmachte, wollten die Arme irgendwann einfach nicht mehr weiter.

Aber egal: man wächst an seinen Aufgaben (und die Muckis gleich mit). Und deshalb geht es in wenigen Tagen, wenn der Muskelkater sich gelegt hat, wir uns wieder bewegen können und die Erinnerung an die Schmerzen verblasst ist, zum Sicherungskurs. Auf dass wir uns in Zukunft öfter mal zum klettern treffen. Ich freu mich drauf!

Freitag, 1. Februar 2013

Ich will tanzen! Dropkick Murphys in Düsseldorf, 31.01.2013


Manchmal hat man so Tage. Man ist abends zu einem Konzert verabredet, ist aber eigentlich nur müde und bettschwer. Trotz pünktlicher Abfahrt steht man in der blöden Autobahnbaustelle ewig im Stau, der Parkplatz an der Konzerthalle ist schon geschlossen und in nächster Umgebung kein Parkplatz frei. Als man dann doch endlich einen findet und sich zu Fuß auf den Weg zur Halle macht, steht die Vorband schon seit 15 Minuten auf der Bühne. Immerhin kommt man jetzt schnell rein. Und schiebt sich in die Masse vor der Bühne. Die Leute scheinen schon gut gefeiert zu haben, denn es riecht nach Schweiß und Bier und Menschen. Die Frau hinter dir schreit dir durchgängig ins Ohr, das Mädel vor dir hat Bekannte in der letzten Reihe entdeckt und versucht, diese durch eifriges winken auf sich aufmerksam zu machen. Und auf der Bühne geben sich Frank Turner und seine Sleeping Souls echt größte Mühe, aber deine Laune ist irgendwie im Keller. Und dann singt Frank:
„I want to teach you four simple words …
I want to dance!“ Und das ist genau das, was ich will. Und deshalb mach ich das jetzt auch. Tanzen!


 Vorband also schonmal spitze, wir alle aufgewärmt. In der Pause noch schnell die Getränke aufgefüllt und dann geht es auch schon los. Dudelsack und Trommeln, ein langes Intro, dann: „The boys are back!“ Die Dropkick Murphys stehen plötzlich auf der Bühne, ich sehe meine kleine Begleiterin direkt durch die Luft fliegen (nichts passiert!) und kann mich vor Lachen kaum halten, als der Kerl, der mittlerweile hinter mir steht, mir ein inbrünstiges „…and they’re looking for trabböööl!“ ins Ohr schreit. Ab hier wird es schwierig, noch viel zu dem Konzert zu sagen, denn es ist einfach nur noch ein großes Fest. Tanzende Menschen überall, dazu diese Musik, die so irgendwie auch nur die Dropkick Murphys können. Gitarren und Schlagzeug, Dudelsack und Mandoline, Punk und Folk. Und wir tanzen und tanzen und tanzen. Dann sind sie weg. Und lassen sich eine Weile bitten, bis sie für die Zugabe nochmal auf die Bühne kommen. Dass Al Barr einen entzündeten Hals und eigentlich gar keine Stimme hat, lässt er sich nicht anmerken. Im Gegenteil: er setzt immer noch einen drauf. Das Publikum stürmt die Bühne und Ken Casey das Publikum, stellt sich mitten rein auf den Wellenbrecher und feiert mit. Einmal noch AC/DC, quasi im Chor. Einmal noch tanzen, springen und feiern. Dann geht die Musik aus, das Licht an und wir biergeduscht und glücklich nach Hause.