Samstag, 9. November 2013

Weihnachten! Kein Basteltipp.

Eigentlich mag ich es persönlich ja nicht so, an dieser Stelle mit "guckt mal, ich hab was Gutes getan" zu winken. Aber da in wenigen Wochen Weihnachten vor der Tür steht (ja, tatsächlich. Ich wundere mich auch!) und es in diesem Fall um einen guten Zweck geht, bei dem der eine oder die andere sich vielleicht auch noch engagieren möchte, bin ich mal nicht so. ;)

Habt ihr schonmal von "Weihnachten im Schuhkarton" gehört? Die Aktion Geschenke der Hoffnung nimmt seit einigen Jahren privat gepackte Päckchen entgegen, die dann an Kinder verteilt werden, die aus ihrem direkten Umfeld nicht viel erwarten können. Und sich darum umso mehr über ein paar Kleinigkeiten freuen.

Und auch, wenn ich mit kirchlichen Aktionen sonst nicht viel am Hut habe: den Gedanken der Nächstenliebe kann man ja auch völlig konfessionslos unterstützen. Also habe ich mir einen Schuhkarton geschnappt, ihn bunt beklebt und mit ein paar Kleinigkeiten gefüllt. Für mich kein großer Aufwand, für ein Kind (vermutlich) irgendwo in Osteuropa aber wahrscheinlich eine riesen Freude.

Vor dem Packen entscheidet man sich für eine Kategorie (Junge oder Mädchen zwischen 2 und 4, 4 und 9, 10 und 14 Jahren) und füllt den Karton dann mit Spielzeug, Stiften, Hygieneartikeln oder Süßkram. Bei letzterem ist wichtig, dass die Sachen noch bis März 2014 haltbar sind und keine Gelatine enthalten. In meine Kiste kamen Kinderpflaster, Kinderzahnbürsten und -pasta, Haarspangen, eine warme Mütze, Buntstifte mit Anspitzer, ein Block, bunte Radiergummis, Sticker, Luftballons und eine Packung Straßenmalkreide. Außerdem zwei Tafeln Schokolade. 



Und jetzt trag ich mein Päckchen zur nächsten Annahmestelle. Die Aktion läuft noch bis zum 15.11., vielleicht hat ja jemand von euch noch Lust, kurzfristig mitzumachen?


Sonntag, 27. Oktober 2013

Dancing with myself

Entschuldigt die blöde Bildsprache, aber: nachdem das erste Halbjahr 2013 im Schatten einer unglücklichen Gesamtsituation stand, wurde und wird es im zweiten scheinbar Zeit, über eben jenen zu springen.
Dass ich alleine auch ganz gut klar komme, wusste ich ja schon immer, aber in den letzten Monaten hab ich die Sache mal auf die Probe gestellt. So war ich zum ersten Mal alleine im Urlaub, vor ein paar Wochen alleine im Kino, immer mal wieder alleine im Café und sowieso zwischendurch nur mit mir auf Entdeckungstour durch meine neue Stadt. Man könnte mich für den einsamsten Menschen der Welt halten, aber ich find das zwischendurch sehr super so!



Naja, was auf der Liste noch fehlte, war das alleine feiern und tanzen gehen. Kam für mich bisher auch nie in Frage, denn 1. feiern ohne quatschen können kann doch nicht funktionieren und 2. bin ich viel zu schüchtern, um alleine in einen Club zu gehen. Was, wenn ich bekannte Leute treffe und mir dann die Blöße geben muss, alleine da zu sein? Siehe oben, einsamster Mensch und so. Aber: warum sollte mich dieses Bild stören? Schließlich hätte ich mir die Situation ja selbst ausgesucht und würde mich dementsprechend wohl dabei fühlen (müssen). Theoretisch.

Jedenfalls kam es für mich nicht in Frage, alleine einen Club zu betreten. Bis zu diesem Samstag. Alle Freunde weg oder müde oder anders verhindert, meine Ausgehlaune auch nicht existent und auf dem Sofa hatte ich mich auch schon eingerichtet. Und dann fiel mir um 23 Uhr mit einem großen Rumms die Decke auf den Kopf und mit ihr kam die Einsicht, dass genau JETZT der Zeitpunkt war, das Projekt "Mutprobe 2013" auf ein neues Level zu heben. Also wickelte ich mir noch schnell eine Socke ins Haar und bevor ich es mir anders überlegen konnte, war ich auch schon auf dem Weg zur Großmarktschänke. Die wartete an diesem Abend mit "Rock-Classics, Indie-Tunes & High-Voltage-Rock ’n’ Roll" auf und zeichnet sich sowieso dadurch aus, in 15 Minuten zu Fuß erreichbar zu sein. Also ab dafür.




Und Überraschung: wenn man alleine rein kommt, gucken einen gar nicht alle an. Die Leute an der Bar sind nett wie immer und wenn man sich erstmal eine halbe Stunde mit dem ersten Bier an die Theke setzt, guckt auch niemand blöd. Irgendwann kommt dann der klassische Berufsalkoholiker, der sich auf den Hocker nebenan setzt und gibt damit das Signal, dass es Zeit ist, auf die Tanzfläche zu wechseln. Und das macht man dann einfach.


Erinnert ihr euch noch an die Kinder-/Jugenddisco, als man alles darum gab, irgendwie cool zu sein? Und sich beim steifen von-einem-Fuß-auf-den-anderen-treten total blöd vorkam? So ungefähr fühlt es sich an, wenn man alleine unterwegs ist und die noch recht leere Tanzfläche stürmt. Zwischen Paaren und großen Cliquen, die im Kreis tanzen. Ist aber nach gefühlten 5 Sekunden verschwunden und in meinem Fall hieß das dann, dass ich 3 Stunden kaum noch von der Tanzfläche runter kam. Außer, um mal auszutreten und ein neues Getränk zu holen. Aber was war das ein Spaß! Der DJ hat aber auch ganz tief in der Britpop-Kiste gekramt und nur die besten Stücke gespielt. Ein paar kurze Gespräche waren auch dabei, aber die mussten nichtmal unbedingt sein. 


Ein toller Abend, den ich mit einem großen Grinsen beende, während ich mich über die Erkenntnis freue, dass man wirklich ALLES alleine schaffen kann. Nächstes Mal nehme ich aber wieder meine Freunde mit. Ich will ja nicht zum Eremiten werden. Gute Nacht.



Dienstag, 15. Oktober 2013

Ich kenne Menschen aus Fleisch und Blut, Nullen und Einsen

Ich unterhalte mich gerne mit alten Menschen. Dank des demografischen Wandels sind die ja auch gar nicht mal so schwer zu finden. Ich muss nur die Wohnungstür aufmachen, eine Etage tiefer gehen und schon bin ich da. Oder Omma anrufen.

Was irgendwie allen alten Leuten in meinem Umfeld gemein ist: sie sorgen sich. Omma treiben momentan die Fragen um, ob die Enkelin vernünftig isst, ausreichend schläft und (an erster Stelle), ob sie nicht doch bald, ganz bald mal wieder einen Mann anschleppt. "Du hälst aber schon die Augen auf, oder?" "Ja, Omma..." "Und man kann da ja auch aktiv was machen. Du musst nicht warten, bis einer vor der Tür steht!" "Jaaaaa, Omma!" Man muss sie einfach lieb haben. Also wirklich, ganz ohne Ironie. Tollste Omma! (auch wenn ich ihr das "Du solltest über eine Miederhose nachdenken!" heute immernoch etwas übel nehme).

Keinen Druck bitte, Omma!

Während Omma also alle Mittel und Wege in Erwägung zieht, um mich wieder an den Mann zu bringen und mir selbst dabei auch das Internet ans Herz legt (sie selbst war Ende der 90er selbst mal mit piependem Modem im Internet unterwegs. An Oppas Computer. Verbotener Weise. Ihr Anruf mit dem leise geflüsterten Hilferuf "Ich komm hier nicht mehr raus!" macht mir heute noch die Augen feucht), ist meine Frau Nachbarin da etwas skeptischer.

Ihr Schwiegersohn macht jetzt in Internet. Und der Enkel findet darüber Freunde. "Geht das denn? Da sind doch nur Ganoven und falsche Menschen!" Sie ist sehr besorgt, dass ihre angeheiratete Familie einem finsteren Kriminellenring angehört, die mit fiesen Machenschaften armen Leuten das Geld aus der Tasche ziehen. Und ihr Enkel nur Dealer und zwielichtige Gestalten trifft.

Ich hab ihr dann mal ein bißchen aus meinem Leben erzählt. Okay, die Geschichte meiner ersten Onlinebekanntschaft zog ihr nicht wirklich die Sorgenfalten von der Stirn. Damals fuhr ich mit gebrochenem Herzen und dem Wunsch nach Tapetenwechsel einfach mal für 4 Tage nach München. Ich war 18, also groß und erwachsen, und wollte weg. Im Internet hatte ich diesen Typen kennen gelernt (gmx-Chat! Kennt das noch jemand?), von dem ich nicht mehr hatte als ein unscharfes, kleines Foto, auf dem er, sagen wir mal, nicht grad den Eindruck hinterließ, der Mütter ihre jungen Töchter einfach in die Welt schicken lässt. Letztendlich waren es die lustigsten 4 Tage seit langer Zeit und der Gastgeber ein wirklich, wirklich, wirklich lieber Mensch. Und so entdeckte ich das Freunde im Internet finden für mich. Zuerst über das bloggen, dann (schließlich war der Freund weg und Omma auch damals schon sehr interessiert daran, mich unter die Haube zu bringen) über Plattformen wie den guten alten Liebesalarm, über Foren, Communities, twitter, you name it.

"Aber, Frau S., woher wissen Sie denn, dass diese Menschen nichts böses im Schilde führen?" Naja, hm, gute Frage. Im Fall von München gehörte sicher irgendwie auch etwas jugendlicher Leichtsinn dazu. Ob ich das heute nochmal so machen würde - ich weiß es nicht. Vielleicht hatte ich bisher aber auch einfach Glück. Und die Personen am anderen Ende der Leitung sind ja eben auch nur Menschen. Zumal man sich auch digital schon gut kennen lernen oder zumindest irgendwie einsortieren kann. Und dann sitzt man, wie am vergangenen Wochenende, nach ca. 10 Jahren gemeinsam in einem Essener Keller und es fühlt sich so an, als würde man sich schon ewig kennen. Was ja eigentlich auch stimmt. Nur bestand dieser Mensch bisher aus Nullen und Einsen und materialisiert sich plötzlich in Fleisch und Blut. Verrückt!

Ich hab natürlich auch etliche Freunde, die ich durch Schule, Hobbies, Beruf oder weiß der Himmel wie offline kennengelernt habe. Aber für kein Geld der Welt will ich auf meine Onlinefreunde verzichten, ob sie mittlerweile "real" geworden sind oder (noch) nicht. Und diese ganzen tollen Menschen wären mir wahrscheinlich entgangen, wenn ich damals nicht mit dem gmx-Chat angefangen hätte.

Dass ich auch meinen Job "aus dem Internet" habe, da gelegentlich einkaufe, meine Bankgeschäfte online erledige und private Daten in eine Wolke schiebe, war dann zu viel für die Nachbarin. Da musste sie erstmal einen Schluck Sekt drauf nehmen. Aber die größten Sorgen, die konnte ich ihr nehmen. Und demnächst entdecken wir gemeinsam die bunte, weite Onlinewelt.

Dienstag, 1. Oktober 2013

6 Jahre

Seit 2007 beginnt mein Lieblingsmonat mit Bauchweh. Damals war es ein Montag, ich in einem Praktikum, bei dem sich der Chef ab und an die Nase puderte, das Wetter sehr viel schlechter als heute. 2 Jahre zuvor war ich aus dem Heimatdorf in die Stadt gezogen und (was in der Natur der Sache liegt) einige Freundschaften waren seitdem etwas eingeschlafen. Diese eine, die ich hier meine, fand hauptsächlich schriftlich statt, alle paar Wochen sah man sich auf Parties oder an der Dorftanke und trotz der plötzlichen Distanz musste man nie viel sagen, um zu verstehen. Naja, was man zumindest so dafür hält, rückblickend betrachtet.

Der 1. Oktober war für mich der Start in den letzten Monat dieses nervig sinnlosen Praktikums. Für ihn der Start in den ersten richtigen Job. Im schicken Anzug noch schnell an der Tanke vorbei, bei der Chefin den letzten Lohn abholen und dann mit Papas Auto auf ins echte Leben. Nach der Diplomarbeit hatte man ihm in der Firma einen festen Job angeboten, ein super Einstieg direkt nach dem Studium. Die Kollegen waren alle toll und so schien er am ersten Abend direkt auf ein Feierabendbier mit ihnen in der Stadt versackt zu sein.

Am nächsten Abend machten sich die ersten Freunde auf die Suche. "Ist er bei dir?" Nein. War er nicht. In der Stadt hielt mich jetzt aber auch nichts mehr. Im Heimatdorf konnte ich nichts tun, außer zu warten. Und zu warten. Und zu warten. Der 03. Oktober kam, es regnete den ganzen Tag und hörte erst auf, als der Anruf kam. Diese Art Anruf, die man niemals bekommen möchte. Nach denen man auflegt und SICHER ist, dass es ein Scherz war. Ein schlechter zwar, aber ein Scherz. Naja, es war keiner.

Seitdem sind die ersten Tage des Oktober ziemlicher Mist. Auch bei Sonnenschein. Wir wissen heute mehr als damals, aber verstehen wird man es nie. Was bleibt, ist neben den Erinnerungen und einer handvoll unscharfen Fotos eine SMS, die ich seit 2005 nicht gelöscht habe.

"Hab dich lieb, du Lusche!"

Sonntag, 29. September 2013

Mädchenwochenende

Es gibt Menschen, die sieht man nur 3 Mal im Jahr, und trotzdem ist es bei jedem Treffen so, als sei nie was gewesen. Außer, dass sich ein immenser Gesprächsbedarf aufgestaut hat.
Also: Freitag zum Bahnhof, über den Bahnsteig hüpfen, in die warme Wohnung fahren und gemeinsam Essen machen, ein paar Gläser Wein trinken. Aus "sorry, aber ich werde heute wohl nicht alt" wird dann unbemerkt doch 2 Uhr morgens, die Gesprächsthemen wollen einfach nicht ausgehen und irgendwann liegt man redend im Bett, analysiert noch diese und jene Situation und pennt mitten im Satz weg.


Jetzt hatte dieses Wochenende auch das Ziel, die schönen Seiten von Dortmund zu zeigen. Das fiel aber gar nicht schwer. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite, "mein" Kaiserstraßenviertel kann sich eh sehen lassen, im Kreuzviertel warteten nette Cafés und Läden auf uns und ab nachmittags ging es gemeinsam mit Gesa zur Dortmunder Museumsnacht. Was haben wir gelacht!!



Und Sonntag nach dem Frühstück war dann alles viel zu schnell wieder vorbei. Ein Wochenende voller Mädchenkram (Schminktipps, Jungs und ja, auch ein bißchen lästern), gutem Essen, Bier und Lachen, bis die Tränen liefen. Danke an die Mitwirkenden, das müssen wir öfter machen!

Mittwoch, 4. September 2013

Rom! Teil 3

Es läuft ja nicht immer alles so, wie man sich das vorstellt. So erscheinen Blogposts dann auch mal später als gedacht, goldene Blog Boosting Regeln werden außer Acht gelassen und im Urlaub in Rom ist auch nicht alles eitel Sonnenschein. Und dann ist die versprochene letzte Liste auch noch einen Punkt kürzer, als alle anderen. Tja. Man kann halt nicht alles haben.

Aber ohne weitere Umschweife hier nun die lang erwartete Liste der Dinge, die an Rom nerven. Und zwar big time. Zumindest, wenn man ich ist. Da das nur auf mich zutrifft, könnt ihr für euch selbst entscheiden, ob ihr das auch so seht. Dafür müsst ihr aber erstmal nach Rom fahren. Also los!

4. Die Touristen
Ja, ich weiß. Im Juli, also zur Hauptreisezeit, nach Rom zu fahren und dann über die Touristenmassen zu moppern, ist ungefähr auf einem Niveau mit in Deutschland leben und über das Wetter meckern. Sinnlos. Aber, wie oben erwähnt: meine Liste, meine Nerven. Und die werden durch träge Menschenmassen extrem belastet. Morgens um halb 9 schon um 2 Ecken in der Warteschlange stehen? Nervig. Im Bus mit anderen verschwitzen Touris kuscheln? Nervig. Auf Treppen sitzen und umgerannt werden / irgendwo die Aussicht genießen und sich dumme Fragen anhören müssen / in erneuten Warteschlangen stundenlang auf Fußpilz starren und in Ausdünstungen stehen? Obernervig.

Morgens, halb 9 in Rom. Bissken wat voll.


3. Die Straßenverkäufer
Wo viele Touristen sind, wittern Plastikmagnaten und Ramschkönige das große Geschäft. Und schicken ihre armen Untertanen auf die Straße, um den sonnegeblendeten, durch die Hitze hirnverkochten, von Urlaubsendorphinen strotzenden und dadurch sehr dummen Zugereisten irgendeinen Schund anzudrehen. Plastikfächer in schillernden Farben, die nach zwei Mal wedeln auseinander fallen. Hüte und Schals, deren Chemiegeruch bei mir mehr Panik auslöst als damals der Zwischenfall in der Schule, als der Chemielehrer das Bromfläschchen fallen ließ. Postkarten, Sonnenbrillen, irgendein Quatsch aus Holz. Und natürlich das ständige Angebot "Wanna skip the line? Guided tour!". No, thank you.

Sortimentswechsel in 2 Sekunden. Von Fächern zu Regenschirmen.


2. Die Rosenverkäufer
Kommen wohl aus dem gleichen Kabuff wie die anderen Straßenhändler, haben aber noch eine etwas perfidere Art, zu nerven. So saß ich an einem der ersten Abende auf meinem Lieblingshügel Pincio, genoss die Aussicht über die ganze Stadt, hatte nette Musik im Ohr und auch mal gar nicht so schlimme Touristen um mich rum (s. Punkt 1), als ein schon fast niedlich deformierter Typ angeschlufft kam. Im Arm ein Bündel Rosen, in den Händen allerlei Krempel. "Wanna buy?" "No, thank you!". Da war ich noch nett. Und er legte mir eine Rose vor die Nase. Als Geschenk. Is klar. Naja, er schluffte von dannen, die Rose blieb an ihrem Platz und guckte sich mit mir weiter die Stadt an. Dabei verströmte sie diesen widerlichen Geruch von... naja, Rosen halt. Ich mag die einfach nicht. Egal. Jedenfalls kam Ette zurück und verlangte einen Euro. Und war sehr erbost, als ich ihm diesen nicht geben wollte. Ich mag nämlich weder Rosen, noch mir irgendeinen Quatsch aufdrängen zu lassen. Und deshalb ging der Euro (und noch etwas mehr) an den Musiker, der einfach nur nett in der Gegend stand und sang.

Um die Harmonie zu fördern, an dieser Stelle ein Stück Kuchen.

1. Die Lautstärke
Man kennt das z.B. aus dem Restaurant. Führen mehrere Menschen Gespräche in unterschiedlichen Gruppen, steigt der Lautstärkepegel immer weiter an, weil man sich irgendwann schlechter versteht. Letztendlich sitzen 20 Leute in einem kleinen Raum und brüllen sich die Seele aus dem Leib, um sich überhaupt noch verständigen zu können. Ungefähr so ist Rom. Nur sind es mehr Leute. Viele davon sind schon von vornherein mit einem, nun ja, lauten Organ ausgestattet. Und dann ist sich ja irgendwie auch noch jeder selbst der Nächste und möchte seine Meinung gehört wissen. Wenn Mutti dann am Brunnen steht, 20 Meter weiter weil Vatti keinen Sinn darin sieht, seiner Gemahlin hinter her zu gehen, sondern lieber mit breitem Kreuz kleinen Touristinnen den Blick versperrt; oder der Vespa-Fahrer hupend darauf aufmerksam macht, dass eine Straße kein Spazierweg ist; oder ein Kind dreimal so laut flennt als sonst, weil Mama ansonsten ja nicht mitkriegt, wie schlimm schrecklich es grade gefallen ist - dann PLATZT EINEM DER KOPF!

Und sie reden. Alle.


Aber Rom war schön. Wirklich.

Ich will doch nur meine Ruhe.

Samstag, 10. August 2013

Warum ich bin, wie ich bin!?

Zwischen Reise- und Konzertberichten heute mal was persönlicheres. Kann man ja auch mal machen. In den letzten Tagen musste ich aus diversen Gründen ausgiebig darüber nachdenken, warum ich eigentlich bin, wie ich bin. Manchmal fragt man sich das ja schon. Gene, Erziehung, seltsames Umfeld... der ganze Kladderadatsch formt sich zu einer Person, die morgens mit dem Müslilöffel im Mund darüber sinniert, wie es dazu kommen konnte.

Also nicht, dass ich grade in Selbstzweifeln versinken würde. Ganz und gar nicht. Es gab in letzter Zeit nur einige interessante Situationen und Gespräche. Da wird sich gewundert, dass ich ein großes, fremdes Auto in einem Zug rückwärts einparken kann. Oder diverse Bierkästen ganz alleine in die Wohnung schleppe (Party, kein Alkoholproblem). Dass ich trotz des Rummels der letzten Monate immer den Kopf oben trage und "meinen Weg gehe". Was auch immer das sein mag. Warum ich mich nicht einfach mal beschützen und führen lasse. Kurzum: warum ich nicht einfach etwas mehr "typisch Frau" bin.

Watt???

Meine Antwort: Ich bin meinem Oppa (Gott hab ihn selig) so, so, so, so dankbar. Und der Omma gleich mit. Klassische Rollenverteilung habe ich einfach nie kennen gelernt. Als die beiden sich kennen lernten, war Oppa bei Ommas Eltern gern gesehener Gast als bester Freund des Bruders. Aber die Ulla heiraten? Niemals! Mittellos wie er war, kam er für die "gute Tochter" einfach nicht in Frage. Also schrieb er sich auf die Fahne, seinem "Mädchen" das beste Leben zu bieten, das sie haben konnte. Und nahm sie, die Kinder waren noch klein, mit auf den Bauplatz. Ausschachten. Okay, klingt jetzt nicht nach gutem Leben, ist aber genau das, was ich meine: Omma war immer gleichberechtigt. Sowohl bei der Arbeit, die nunmal zu machen war, als auch in Fragen der Selbstverwirklichung. Er trieb sie an, den Führerschein zu machen, sich einen Job zu suchen, unter Leute zu gehen.

Als ich ein knappes Jahr alt war, schickte er meine Mutter wieder zur Arbeit. Wir wohnten in einem Haus, da war die Kinderbetreuung kein Problem. Meine Mutter war froh, ein paar Stunden am Tag vor die Tür zu kommen und Oppa zeigte mir die Welt (die damals außerhalb des Gartens noch bis in die nächste Stadt reichte). Und prägte mir immer wieder ein: "Mach, was du willst, aber mach dich niemals von jemandem abhängig!" Das sitzt drin.

Als meine drei Cousins dann da waren, wurde nie ein Unterschied zwischen uns gemacht. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten, gleich viel Zuneigung und der gleiche Ärger, wenn wir was verbockt hatten. Bekam einer von uns mal eine Mark zugesteckt, wurden gleich die drei Mark für die anderen an die Seite gelegt. Gleichbehandlung. Immer.

Meine Omma wohnt inzwischen seit 4 Jahren alleine in dem großen Haus, dass die beiden damals zu zweit gebaut haben. Für den Haushalt hat sie eine Hilfe, aber im Garten fuhrwerkt sie immernoch rum. Klettert über die Steine am Teich, hängt Kopfüber im Blumenbeet und rupft Unkraut und wenn mal was passiert und die Töchter und Enkel schimpfen, zuckt sie nur mit den Schultern und lacht.
Meine Mutter ist nicht anders.

Ich sehe also ganz genau, warum ich so bin, wie ich bin. Und warum ich genau so bleiben möchte: ich will auch mit 87 in meinem Garten sitzen, über meine großen und kleinen Zipperlein lachen und mit Stolz sagen können, dass ich immer auch alleine sehr gut klar kam.
Und, wie Omma sagt: "So lange du gute Freunde hast und etwas, dass dich glücklich macht, musst du dir um gar nichts Sorgen machen!"

Sonntag, 4. August 2013

Rom! - Teil 2

Jetzt bin ich schon zwei Wochen wieder da, der Erholungseffekt schon ziemlich abgeblättert, aber die Erinnerung an eine Woche Rom alleine ist immernoch toll.

Einen detaillierten Reisebericht wie im letzten Jahr kneif ich mir. Stattdessen, nachdem mein Chef in der vergangenen Woche mehrfach feststellen musste, wie sehr ich Listen liebe, eine weitere Top 5.

In dieser Folge: meine fünf liebsten Orte. Wobei die Auswahl etwas schwer fällt. Aber egal. Los geht's:

5. Der Park hinter der Engelsburg
Laufen macht müde. Hitze auch. Und überhaupt ist ja so gar nichts gegen ein Mittagsschläfchen einzuwenden. Rom bietet ausreichend Gelegenheiten für eine Rast, und auch für ein gepflegtes Nickerchen kann man sich hier und da niederlassen.
Besonders geeignet (und in zwei Feldversuchen persönlich getestet) ist dabei der Park hinter der Engelsburg. Nicht zu voll, ein Brunnen mit Trinkwasser, schattige Plätzchen unter zahlreichen Bäumen - perfekt. Nach zwei Stunden Tiefschlaf kann man dann auch fidel weiter.

Zzzzz....

4. Die Kuppel des Petersdoms
In der Hauptreisezeit steht auch jeder noch so kluge Tourist (sprich: Ich) schon um halb 9 am Morgen in einer nicht enden wollenden Schlange rund um den Petersplatz, gemeinsam mit unzähligen Reisegruppen darauf wartend, in den Petersdom zu kommen. Schön blöd. Ist man dann aber durch die Sicherheitsschleusen und der Tag noch jung, sollte man direkt rechts am Eingang vorbei und Richtung Aufzug laufen. Vielleicht kann man sich dann noch 5 Minuten nett mit dem Fahrstuhltypen über Borussia Dortmund unterhalten, da man zu dem Zeitpunkt der einzige Mensch weit und breit ist. Dann aber fix in den Aufzug und hoch zur ersten Aussichtsplattform. Da steht man dann, Blick auf Rom, auf dem Vordach des Petersdoms, wundert sich über den Souvenirshop und zieht direkt weiter, in die Kuppel. Höhenangst ist hier unangebracht, denn man schaut direkt runter auf den Papstaltar. Schon schön, aber weiter, weiter, die Treppe rauf. Vorsicht: Einbahnstraße! Mit Platzangst oder Treppenproblemen sollte man da also nicht hoch. Wenn man es dann aber geschafft hat (schnaufend und schwitzend, da natürlich unterm Dach auch die Belüftung fehlt), hat man den allertollsten Rundumblick über ganz Rom. Und fragt sich, ob der Papst auch manchmal da oben steht und zufrieden grinsend denkt "Alles meins!".

Wenn Rom eins kann, dann schöne Aussichten


3. Abends am Tiber
Hier spielt die Jahreszeit natürlich eine große Rolle. Im Sommer findet auf der Tiberinsel und an den Ufern davor eine Art Sommerfest statt. Jeden Abend gegen 20 Uhr öffnen zahlreiche Fressbuden, Bars, Geschäfte und sogar zwei Open Air Kinos und man kann einfach gemütlich die Promenade entlang schlendern. Dazu ein Bier in der sportlichen 660ml-Flasche, gutes Essen to go und dann einfach nur Leute und Sonnenuntergang gucken und sich des Lebens freuen. Geht auch alleine ganz wunderbar!



2. Trastevere
Ich war in diesem Stadtteil Roms sowohl am Vormittag als auch am Abend. Morgens ist mal so gar nichts los - was richtig entspannend ist, während sich an den Touri-Hotspots die Menschenmassen knubbeln. Schöne Gassen mit schiefen, alten Häusern, gemütliche Cafés und entspannte Menschen - so kann der Tag starten! Abends dann das genaue Gegenteil. Die Straßen und Bars sind gepackt voll mit Menschen, was aber um die Tageszeit nicht weniger toll ist. Einfach ein Eis kaufen, sich durch die Gassen treiben lassen und den Straßenkünstlern zuschauen. Urlaub!



1. Pincio/Villa Borghese
Über den Piazza del Popolo geht man in Serpentinen hoch zum Pincio, einem tollen Aussichtspunkt am Rand des Villa Borghese. Ich war am ersten und letzten Abend hier und hatte da wohl die schönsten Stunden der ganzen Woche. Glaub ich. Schwer zu sagen. Aber ich glaub schon. Die Rosenverkäufer nerven etwas und die Menschen, die sich beim direkten Blick auf den Vatikan fragen, wo denn jetzt wohl der Petersdom sei, machen auch nicht unbedingt glücklich. Aber wenn man Musik dabei hat und ein paar Gedanken zu sortieren, dazu noch einen Sitzplatz direkt an der Brüstung ergattert und die Leute einfach ausblendet, ist das der perfekte Ort. Und ein ganz bißchen würde man sich da auch über Gesellschaft freuen; auf jeden Fall fielen mir direkt ein paar Leute ein, die ich gerne dabei gehabt hätte. Trotzdem: auch alleine absolut super. Jederzeit wieder!

Nein, das ist nicht der Petersdom. Der ist weiter rechts.


Wie gesagt, ist es schwer, die 5 tollsten Orte raus zu suchen. Das Pantheon ist großartig. Das Forum Romanum und das Kolosseum total beeindruckend. Alles schön und toll. Dass Rom aber auch nerven kann, werde ich dann im nächsten Beitrag beweisen. Mit einer weiteren Liste. ;)

Samstag, 20. Juli 2013

Rom!

Man sollte ja viel öfter die Stadt verlassen. Oder das Dorf. Also halt den Ort, an dem man wohnt. Zumindest mich treibt dieses Jahr das Fernweh. Dazu muss man ja nicht gleich ans andere Ende der Welt. Hamburg, Berlin, Wien und Amsterdam haben es auch schon getan. Und was ich jetzt auch weiß: alleine verreisen rockt.

Die letzten Tage war ich all by myself (an dieser Stelle entschuldige ich mich für den Ohrwurm) in Rom unterwegs. Zum ersten Mal Rom, zum ersten Mal mehrere Tage alleine weg. Und es war TOLL! Deshalb hier meine Top 5 Gründe, warum man auch mal alleine los sollte.




5. Raus aus der Komfortzone
Wo fährt am Flughafen der Bus Richtung Stadt? Hat die Rezeption wohl noch offen, obwohl ich eine halbe Stunde später dran bin als gedacht? Wie komme ich vom Hotel ins Zentrum? Wieso steht diese Straße nicht auf der Karte? Und warum spricht hier niemand Englisch? Um alles muss man sich selber kümmern - und das ist erstmal nicht grundsätzlich schön. Aber natürlich schafft man es trotzdem. Und setzt sich dann abends zufrieden grinsend mit einem Bier an den Fluss. Alleine. Und es fühlt sich toll an! 

 
Sonne, Bier und Wasser. Mehr braucht's nicht.
4. Man muss sich nicht in dämliche Posen werfen
Touristen sind ja noch so ein Thema für sich. Aber was ich, während ich entspannt an allerlei Ecken rumsaß, feststellte: was einen Stress die sich alle mit ihren Urlaubsfotos machen! Oh, ein Brunnen. Schmeiß ich mich mal in Pose! Haare zurück, Brüste raus, ein Bein keck nach hinten abwinkeln, Hand an die Hüfte, breit grinsen. Gleichgewicht halten, bloß nicht schwitzen, und wo lass ich meine Handtasche? Pärchen fotografieren sich zusammen auch gerne am ausgestreckten Arm und wundern sich dann, dass nur ihre riesigen Köpfe, nicht aber die tolle Aussicht auf dem Foto zu sehen sind. Und ist das Bild im Kasten, erlischt das breite Lächeln auch schon wieder. Ist ja schließlich Arbeit, das alles. Und man muss schnell weiter zum nächsten Brunnen. Das nächste Foto machen. Puh.

Dieser Tourist hat zu lange geposed.

3. Man muss auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen
Mir doch egal, was man alles gesehen haben MUSS. Oder sich bei Museum X am besten schon um 8 anstellt, damit man auch was zu sehen bekommt. Oder ob bei anderen Leuten mittags um eins der Magen knurrt. Anderen tun die Füße weh? So ein Pech, meinen gehts gut. Dafür ist es mir grade einfach zu warm, um mich in die nächste Warteschlange zu stellen. Ehrlich gesagt macht mir diese Hitze sogar richtig schlechte Laune. Und: Es. Ist. Völlig. Egal. 

Zu heiß? Einfach rumhängen und schlafen. Hilft!


2. Man ist zeitlich flexibel
Okay, ergibt sich irgendwie auch aus dem vorherigen Punkt. Gerade eine Stunde bei schönster Aussicht gesessen und nach 500 Metern ist schon wieder Schluß mit der Motivation, weiterzulaufen? Die Bank da vorne sieht doch einladend aus und zu gucken gibt es von da aus auch genug. Und eigentlich wollte ich heute ja noch ins Museum, aber jetzt ist die Schlange so lang und die Leute da stinken und haben hässliche Füße, auf die ich dann zwei Stunden starren muss. Och nö. Mach ich morgen früh, vielleicht ist es dann leerer.

Aussicht genießen. Stundenlang.


1. Man kriegt den Kopf frei
Egal, ob im Leben grade viel los ist oder nicht, über irgendwas macht man sich ja immer Gedanken. Und so richtig Zeit, die zu sortieren, hat man dann ja eher selten. Immer ist da jemand, der unterhalten werden will oder ein Plan, der abgearbeitet werden muss. Ist man alleine unterwegs, hat man nur sich selbst zum reden. Und arbeitet sich dann durch so allerlei Themen, über die man schon länger mal ausführlich nachdenken wollte. 

Ich hab mich jedenfalls nicht eine Minute alleine gefühlt (bin aber auch quasi an jeder Ecke mit Leuten ins Gespräch gekommen, wenn ich wollte), bin gut sortiert zurück und werde das auf jeden Fall mal wiederholen.

Ein bißchen mehr zu Rom an sich gibt es dann bald!

Mittwoch, 10. Juli 2013

Wien


Man muss bekannte Städte ja auch mal aus einem anderen Blickwinkel sehen. Familie besuchen geht immer, aber schon mal mit 4 Nerds nach Wien gefahren? Kann ich jetzt auf meiner langen To-Do-Liste auch abhaken.

Los geht’s Freitagabend. Im Zug gondel ich mit Nerd #1 Richtung Flughafen. Erklärtes Ziel dieser Reise: Österreich erretten und das kleine Land annektieren. Ah ja. Was man dazu unbedingt braucht: einen vernünftigen Pegel. Also fließt der erste halbe Liter Bier schon im Zug den Hals runter. Im Flugzeug dann erwartet stilvoll klassische Musik, man reicht dazu Weißwein und Salzgebäck.

Schon leicht einen im Schlappen, erreichen wir gegen 22.30 Uhr endlich das erste Etappenziel im 2. Bezirk. Dort werden wir (wie könnte es anders sein) mit Bier erwartet. Prost. Nerds #2-4 trudeln auch ein und haben sich ihrerseits bereits ebenfalls etwas eingepegelt. Dann mal los in den 1. Bezirk, Kopfsteinpflaster und alte Gebäude sind erstmal unwichtig, es gibt eine Mission zu erfüllen. Und Pläne schmiedet man nicht in Touristenzentren, sondern in altehrwürdigen Gewölbekellern mit großen Gläsern voll (ihr ahnt es) Bier. Dazu wird selbstgebranntes gereicht. Es schmeckt. 


Als es wieder hell wird, steht der Plan für die freundliche Übernahme, aber leider hat unsere Reisegruppe nicht bedacht, dass es dazu eines wachen Geistes und eines (wenigstens rudimentär) gebrauchsfähigen Körpers bedarf. Schlaf ist also unabdingbar.

Die Sonne steht daher schon wieder hoch am Himmel, als wir uns erneut versammeln, um dem Plan Taten folgen zu lassen. Aber wozu der Stress, erstmal ein Bütterken und dazu ein kleines Bier, hier getarnt unter dem putzigen Namen „Pfiff“. 


Nebenan wird dann noch schnell die Marschverpflegung für den Tag besorgt. Mit Weißweinschorle und Energy Drinks marschieren wir los und schauen uns erstmal an, wie die Vorväter das mit dem Krieg so geregelt haben. Man muss sich ja auch informieren und will keine Fehler wiederholen. 


Während die Nerds das mal eruieren, hoffe ich inständig, nicht besoffen ins Museum zu kotzen (wie damals in der Heimatstadt, oben auf den Treppenabsatz, aber das ist eine andere Geschichte) und liebäugel gerade mit der Idee, mir einen der rumstehenden Panzer für eine kleine Spritztour auszuleihen, als es auch schon weiter geht. Ab auf den Berg. Das Land inspizieren. 


„Und das, mein Sohn, wird alles irgendwann dein sein!“ höre ich noch, als man mich auch schon wieder almabwärts treibt, runter in die Stadt, wo die Schnitzel warten. Und das Bier natürlich. Und der neue Plan. Wir gehen einen anderen Weg – wir essen den Ösis einfach das Hirn weg! Mein Vegetarierherz übergibt sich mehrmals, aber den Nerds scheint es zu schmecken. Sind ja auch im Blutrausch.

Doch das Land scheint sich zu wehren. Am nächsten Morgen wache ich gezeichnet mit schlimmsten Blutergüssen am ganzen Körper auf und kann nur kapitulieren. Vorerst. Dann also doch noch das Touriprogramm. Und die Erkenntnis, dass Wien mit Nerds auch sehr gut geht. 



Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.