Dienstag, 28. August 2012

Reisetagebuch Island, Tag 14 – 27.07.2012

Island ist lustig. Zum einen die Landschaft: blauer Himmel, blaues Fjord, überall Berge, die aussehen, als hätte man sie oben glatt abgeschnitten. Ganz oben drauf liegt noch Schnee, die Straße schlängelt sich in unzähligen Kurven die Berge hoch und runter.
Zum anderen die Leute und ihr Glauben an Fabelwesen. Feen, Elfen, Gnome und Trolle: alle führen auf Island eine Existenz neben und mit den Menschen und die Isländer nehmen Rücksicht. So lese ich heute, dass beim Bau der Ringstraße (die "Hauptverkehrsader" der Insel, wenn man es so nennen mag) extra jemand engagiert würde, der mit den Fabelwesen kommunizieren kann. An jeder ihrer Wohnstätten wurden sie gebeten, die Straße zu räumen. Weigerten sie sich, wurde eine Kurve in die Straßenführung geschlagen. Auch Defekte an Baumaschinen wurden dem Unmut der Feen und Gnome zugeschrieben. Es klingt naiv und ist natürlich auch mit einem Augenzwinkern zu sehen, aber ich mag diese Naturverbundenheit sehr.

Trolle beim shoppen
Wir fahren heute nach Myvatn, einem riesigen See, umgeben von zahlreichen vulkanischen Sehenswürdigkeiten. Als wir uns dem Gebiet nähern, sieht der Boden aus, als hätte er hier riesige Blasen geworfen und wäre mittendrin erkaltet. Unzählige kleine Hügel, aufgeplatzte Krusten und Minikrater.


Vorsicht, heiß!
An einem großen Lavafeld halten wir an und wandern 2 Stunden duch die surreale Landschaft. Windig und touristisch ist es hier, aber wie immer auch super schön. Hellbraune Sandberge neben grünen Hügeln neben schwarzen Lavahängen.




Von hier geht es wenige 100m weiter zum See Víti. Unter ihm soll ein Ungeheuer lauern! Wir sind dementsprechend vorsichtig, als wir bei starkem Wind den Krater hoch klettern. Der See hat ein fast unwirkliches türkis-blau. Um ihn herum brodelt es wieder aus etlichen Erdlöchern und zum benachbarten Kraftwerk führen einige große Metallrohre. Man fühlt sich wie in einem James Bond Film!



Wie die Kulisse eines Films

Den Besuch im Nature Bath sparen wir uns (leider), denn knapp 20 Euro ist uns für den Besuch eines Schwimmteichs zu viel. Also fahren wir gegen 17 Uhr weiter Richtung Osten nach Egilstadir. Auch hier finden wir ein Schwimmbad, ziehen einige Bahnen (natürlich wieder ohne Schwimmbrille), entspannen uns im Hot Pot und benehmen uns auf der Rutsche wie kleine Kinder. Als wir das Schwimmbad verlassen, ist Patrick quasi blind. Zu viel Chlor!

Wir parken ihn deshalb auf einer Bank am heutigen Campingplatz, der wunderschön im Grünen liegt mit toller Wiese, Bäumen und einem von der untergehenden Sonne rot angestrahlten Berg im Hintergrund, bauen die Zelte auf uns kochen Coucous mit Tomatensuppe - die kulinarische Entdeckung des Monats!

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