Freitag, 24. August 2012

Reisetagebuch Island, Tag 10 – 23.07.2012

Ein Auto! Endlich mobil, endlich geht es weiter. Der Autovermieter überrascht uns mit einem Kombi, den wir direkt mit Rücksäcken und Einkäufen vollladen. Dann geht es los Richtung Westfjorde. Zunächst auf der Ringstraße, dann weiter auf Schotterpisten mit Schlaglöchern, so groß wie Meteoritenkrater. Ich fahre und in meinem Hinterkopf blinkt ständig die hohe Kautionssumme, während unter dem Auto das Geröll ans Blech knallt. 

Ich sehe meine Kaution mit dem Autolack zerplatzen

Aber die Landschaft! Immer in Kurven direkt an den Fjorden entlang, blaues Wasser, steile Klippen, klarer Himmel, schööön! Absolut spektakulär (again). Nach ca. 6 Stunden dann Ankunft in Drangsnes, ein 60 Seelen Dorf, das sich um eine schmale Hauptstraße drängt. Raue Küste, Nieselregen, kalter Wind. 



Das Auto sieht aus wie Sau. Mir ist kalt. Wir stellen unser Zelt neben dem Vereinsheim des örtlichen Fußballclubs auf und machen uns dann auf den Weg zurück zum Meer. Denn da wartet Wasser auf uns. Warmes Wasser.




Die Einwohner stellten irgendwann in den 1990ern nach einem Erdbeben fest, dass sich eine heiße Quelle vom Strand ins Meer ergoss. Nichtmal eine Woche später standen 2 Hotpot-Becken an der Stelle. Eines wurde von einer Sturmflut weggerissen und direkt durch zwei neue ersetzt. Und so kann man dort nun, völlig kostenfrei und für jeden zugänglich, bei Wind und Wetter im warmen Wasser dümpeln, gerne mit einem Bierchen in der Hand, und aufs Meer schauen. Großartigst!



Gut gewärmt und ordentlich bettschwer, gibt es anschließend noch eine Portion Baked Beans. Dann ab auf die Matte. Island ist toll!

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